Schulcampus Eberswalde-Finow nimmt wichtigen Meilenstein
GOLDBECK erhält am 8. September 2025 Auftrag zur Errichtung von neuem Bildungsstandort
Der Landkreis Barnim hat die nächste entscheidende Etappe auf dem Weg zu seinem größten Schulbauvorhaben erreicht: Der Auftrag für den Neubau des Schulcampus Eberswalde-Finow ist vergeben. In einem europaweiten Verfahren setzte sich Goldbeck mit seinem Entwurf durch. Damit wird ein qualitativ hochwertiges Projekt Wirklichkeit, das nicht nur die Bildungslandschaft des Barnim, sondern auch die städtebauliche Entwicklung in Eberswalde nachhaltig prägen wird.
Gemeinsam mit Bürgermeister Götz Herrmann, Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Schulen, des beauftragten Bauunternehmens sowie des Kreistages Barnim wurde die Auftragsvergabe am Montag, den 8. September 2025, auf dem Gelände des künftigen Schulcampus an der Eberswalder Straße 106-108 feierlich verkündet.
Landrat Daniel Kurth:"Ich danke dem Kreistag, der Stadt Eberswalde sowie allen beteiligten Mitarbeitenden für ihr engagiertes Mitwirken an diesem wichtigen Bildungs- und Stadtentwicklungsprojekt. Mit der Vergabe an Goldbeck ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Dem Unternehmen wünsche ich einen erfolgreichen Start und gutes Gelingen für die Umsetzung dieses zukunftsweisenden Campus."
Bürgermeister Götz Herrmann:"Wo früher die baulichen Schatten der Nachwendezeit lagen, entsteht nun ein Ort der Zukunft: Aus dem alten Finanz- und Arbeitsamt an der Eberswalder Straße wird ein moderner Schulcampus - ein lebendiger Bildungsstandort für unsere Stadt und den gesamten Landkreis. Hier wird nicht nur Wissen gebündelt vermittelt, sondern auch Verbindung geschaffen - zwischen Menschen, Generationen und Ortsteilen. Dieses Projekt steht sinnbildlich für den Wandel, den Eberswalde vollzieht: mutig, vorausschauend und gemeinsam. Mein herzlicher Dank gilt dem Landrat, dem Kreistag und allen Beteiligten, die diesen bedeutenden Schritt möglich machen."
Goldbeck-Niederlassungsleiter Thomas Kolley:"Mit dem neuen Schulcampus entsteht ein architektonisch anspruchsvoller Bildungsort, der Funktionalität, Nachhaltigkeit und Gestaltung auf intelligente Weise vereint. Unsere systematisierte Bauweise ermöglicht eine kosten- und zeiteffiziente Umsetzung mit sehr hoher Qualität. So entsteht innerhalb von nur zwei Jahren mehr Raum für moderne Pädagogik und lebendiges Lernen. Wir sind glücklich und dankbar, dieses zukunftsweisende Projekt gemeinsam mit dem Landkreis Barnim realisieren zu dürfen."
Ambitioniertes Schulbauprogramm
Auf dem ehemaligen Gelände des Finanz- und Arbeitsamtes im Stadtteil Finow entsteht in den kommenden Jahren ein moderner Bildungsstandort für rund 1.200 Schülerinnen und Schüler. Der neue Campus wird Oberschule, Berufliches Gymnasium und Kreisvolkshochschule an einem Ort zusammenführen. Ergänzt wird er durch eine große Dreifeldsporthalle, eine Aula, eine Bibliothek, eine moderne Mensa sowie großzügig gestaltete Außenanlagen.
Mit der Umsetzung des Projekts wird zugleich eine Übergangsphase des Schulstandorts Finow abgeschlossen. Denn die Oberschule Eberswalde ist seit drei Jahren in einem modularen Interimsbau erfolgreich etabliert. Sie wird in den neuen Campus umziehen. Auch die Kreisvolkshochschule und das Berufliche Gymnasium finden hier künftig ihren Platz. Dadurch entstehen im Gymnasium Finow wieder dringend benötigte zusätzliche Räume, die künftig anderweitig genutzt werden können.
Der neue Schulcampus ist weit mehr als ein Bauvorhaben. Er ist Teil einer umfassenden Bildungsstrategie des Landkreises, mit der auf steigende Schülerzahlen und den hohen Druck auf bestehende Schulstandorte reagiert wird. In den letzten Jahren hat der Barnim bereits massiv in Schulneubauten und Erweiterungen investiert - von Wandlitz bis Bernau. Der neue Campus ist eines von mehreren Neubauprojekten, zu deren Umsetzung sich der Landkreis Barnim in den kommenden Jahren verpflichtet hat. Allen Projekten gemein ist der Anspruch, Bildung in qualitativ hochwertiger, nachhaltiger und zukunftsorientierter Form zu gestalten.
Städtebauliche Aufwertung mit Signalwirkung
Mit dem Abriss der ehemaligen Verwaltungsgebäude wird das Gelände an der Eberswalder Straße grundlegend neu gestaltet. Anstelle der lange ungenutzten Bausubstanz entsteht ein moderner Campus, der nicht nur funktional überzeugt, sondern auch architektonisch neue Maßstäbe setzt. Die hochwertige Gestaltung und die nachhaltige Bauweise tragen dazu bei, das Quartier sichtbar aufzuwerten und neue Impulse für die Entwicklung des Stadtteils Finow zu setzen. Begrünte Dächer verbessern das Mikroklima, Regenwasser wird vor Ort zurückgehalten und versickert, und Photovoltaikanlagen liefern erneuerbare Energie - ein zukunftsorientiertes Ensemble, das Umweltbewusstsein und urbane Qualität vereint.
Der Projektstart erfolgt sofort, Baustart ist Mitte 2026, die Fertigstellung wird im Jahr 2028 gefeiert. Mit dem neuen Schulcampus Eberswalde-Finow setzt der Landkreis Barnim ein weithin sichtbares Zeichen für die Zukunft seiner Schulen und für die Attraktivität des Bildungsstandorts Barnim insgesamt.
Eckdaten zum Neubau:
- Grundstücksgröße: ca. 49.000 m²
- ca. 15.700 m² Bruttogeschossfläche (davon ca. 13.600 m² für Oberschule, Gymnasium, VHS; ca. 2.100 m² Sporthalle),
- Außenanlagen ca. 5.000 m², Schulhöfe und Sportflächen ca. 2.860 m²,
- Erschließung ca. 7.700 m²,
- moderne Mensa/Frischeküche mit Freiflächen
- Aula mit ca. 200 Sitzplätzen.
Robert Bachmann
Pressesprecher
Landkreis Barnim - Beauftragung Totalunternehmer Neubauprojekt Schulcampus Eberswalde
"Die Entwicklung der Schullandschaft ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben für unseren Landkreis", erklärte Landrat Daniel Kurth im Juni 2022. So waren Vorbereitungen zur Schaffung von Schulplätzen in weiterführenden allgemeinbildenden Schulen zu treffen, um die steigenden Zahlen von Schülerinnen und Schülern bedarfsgerecht abzudecken. Der aktuelle Kindertagesstättenbedarfs- und Schulentwicklungsplan des Landkreises Barnim für die Jahre 2022 bis 2027 untersetzt dieses festgestellte Erfordernis. Am 21. September 2022 beschloss der Kreistag, u. a. für Eberswalde einen Schulstandort in der Eberswalder Straße 106 bis 108 zu entwickeln. Die Beschreibung dieses europaweiten Ausschreibungsverfahrens für den Schulcampus Eberswalde finden Sie in der Pressemitteilung des Landkreises >>>.
Das nach dem Totalunternehmer-Modell ausgeschriebene Verfahren ist mit der Auftragsvergabe am 8. September 2025 an die GOLDBECK Unternehmensgruppe abgeschlossen.
Nach dem groben Zeitplan sollen ab März 2026 die ersten Außenarbeiten und der Tiefbau ausgeschrieben werden. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises wird die Barnimer hier auf dem Laufenden halten.
Spätestens dann sollten die regionalen Baudienstleister Ihre Kompetenzen und allgemeinen Leistungsangebote auf der Vermittlungsplattform gelistet haben.
Regionale Bauleistungen - Erfassung für Schulneubau
Die transparente Darstellung der verfügbaren regionalen Bauleistungen erfolgt auf einer für Anwender kostenfreien Wirtschaftsförderplattform. Hier können und sollten sich alle an der privatrechtlichen Vergabe interessierten Bauunternehmen eintragen. Ihre Daten können Sie hier jederzeit aktualisieren. Bei Fragen zum Eintrag oder zur Datenverwendung steht Ihnen die Barnimer Wirtschaftsförderung gern zur Verfügung. (siehe Ansprechpartner oben rechts)
Ihr Eintrag erfolgt hier >>> Die Einträge erscheinen in der BarUmBoerse "Bauleistungen">>>
Auftragsvergabe Kreisverwaltung Barnim
26.06.24 Rasantes Wachstum - Weitere Investitionen in Kita-Ausbau und Schulplätze erforderlich - 450 Millionen Euro - diese Summe wird der Landkreis Barnim bis zum 2027 in den Ausbau der Kindertagesstätten und Schulen stecken. Zur Schaffung der erforderlichen Schulplätze an den weiterführenden Schulen sind entsprechende Investitionen durch den Landkreis Barnim erforderlich.
Bei den laufenden öffentlichen Vergaben ist derVergabemarktplatz des Landes Brandenburg für Anbieter die wichtigste, verbindliche Informationsquelle.
Beim Neubau Schulcampus Eberswalde ist das Totalunternehmer-Modell angewandt worden und der Auftrag ist mit einem Volumen von 65 Mill. Euro an die Fa. Goldbeck vergeben worden. Der Gesamtaufwand inkl. Erschließung wird auf 80 Mill. Euro geschätzt. Die Bauzeit ist vom Frühjahr 2026 bis Mai 2028 geplant.
Für weitere Abstimmungen oder Rückfragen stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:
Frau Dormeyer 03334 / 214 1880 oder 1880@kvbarnim.de
oder Herr Hildebrandt 03334 214 1850 oder 1850@kvbarnim.de






