Öko-Modellregion Barnim - Förderung bewilligt – WITO Barnim startet gemeinsam mit regionalen Akteuren in die Umsetzung
Eberswalde, 24.09.2026. Gute Nachrichten für die regionale Land- und Ernährungswirtschaft im Barnim: Das von der WITO Barnim GmbH beantragte Projekt wurde bewilligt. Ziel ist es, regionale Bio-Wertschöpfungsketten im Landkreis Barnim auf- und auszubauen, die Nachfrage nach regionalen Bio-Produkten zu stärken und langfristig ein nachhaltiges regionales Ernährungssystem zu entwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Gemeinschaftsverpflegung.
„Die Voraussetzungen sind geschaffen. Gemeinsam mit unseren Partnern starten wir nun in die konkrete Umsetzung der Öko-Modellregion Barnim“, sagt Bernd Chr. Skudelny, Geschäftsführer der WITO Barnim GmbH.
Regionale Bio-Wertschöpfung vom Feld bis auf den Teller
Unter dem Leitgedanken „Mehr Regionalität durch mehr Bio“ sollen regionale Bio-Wertschöpfungsketten im Barnim gestärkt und weiterentwickelt werden.
Ziel der Öko-Modellregion Barnim ist es, regionale Akteure stärker miteinander zu vernetzen, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und neue Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette aufzubauen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie ökologisch erzeugte Produkte aus der Region stärker regional verarbeitet, vermarktet und genutzt werden können.
Dafür sollen zunächst vorhandene Potenziale, Bedarfe und Strukturen gemeinsam mit den beteiligten Akteuren betrachtet werden. Wo bestehen bereits funktionierende regionale Lieferbeziehungen? Wo fehlen Verarbeitungskapazitäten oder geeignete Vermarktungswege? Und an welchen Stellen können neue Kooperationen entstehen? Auf dieser Grundlage sollen praxisnahe Ansätze und Pilotprojekte entwickelt und erprobt werden.
Ein Handlungsfeld ist dabei die Gemeinschaftsverpflegung. Gemeinsam mit Erzeugern, Verarbeitern und Abnehmern soll untersucht und praktisch erprobt werden, wie regionale Bio-Produkte künftig stärker in entsprechenden Einrichtungen eingesetzt werden können.
Darüber hinaus gehören die Stärkung der ökologischen Produktion, die Weiterentwicklung regionaler Verarbeitungs-, Vermarktungs- und Logistikstrukturen sowie der Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Akteuren zu den Schwerpunkten der Öko-Modellregion.
Starkes Netzwerk für die Region
Die Öko-Modellregion wird von Beginn an von einem breit aufgestellten Netzwerk aus Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Wissenschaft sowie regionalen Verbänden und Initiativen getragen.
Zu den Kooperationspartnern gehören die LAG Lokale Aktionsgruppe Barnim, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), das Ökodorf Brodowin, der Demeter im Osten e. V., die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e. V. (FÖL), WUKANTINA – Gesunde Ernährung für Kinder und Jugendliche im Barnim e. V., der Gemeinwohl-Ökonomie Berlin-Brandenburg e. V., Forst- und Ökolandbau Jens Looke, der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen (VERN e. V.), die Privatbäckerei Wiese GmbH & Co.KG sowie Der Hofladen Hof Hübner GbR und die Melchhof Gärtnerei und Handel GbR.
Rückhalt erhält die Öko-Modellregion Barnim auch durch den Landkreis Barnim. Der Landkreis hat seine Bereitschaft erklärt, sich aktiv in das Projekt einzubringen und dessen Ziele strategisch zu unterstützen. Damit unterstreicht er die Bedeutung regionaler Bio-Wertschöpfungsketten für eine nachhaltige Entwicklung im Barnim.
Gemeinsam sollen vorhandene Kompetenzen und Erfahrungen gebündelt, Akteure stärker miteinander vernetzt und regionale Bio-Wertschöpfungsketten aufgebaut und weiterentwickelt werden. Die Öko-Modellregion ist dabei offen für weitere Mitwirkende: Interessierte Unternehmen, Einrichtungen, Kommunen und Initiativen sind eingeladen, sich mit ihren Erfahrungen und Ideen einzubringen und gemeinsam neue Ansätze für den Barnim zu entwickeln.
Neue Regionalmanagerin startet im Oktober
Mit der Bewilligung des Projektes kann auch die für das Vorhaben vorgesehene projektfinanzierte Stelle im Regionalmanagement besetzt werden. Ab Oktober übernimmt Katharina Müller als Regionalmanagerin die operative Koordination und Umsetzung der Öko-Modellregion Barnim.
Die neue Regionalmanagerin verfügt über einen fachlichen Hintergrund in den Bereichen ökologische Landwirtschaft, Regionalentwicklung und Naturschutz. Darüber hinaus bringt sie praktische Erfahrungen aus der Landwirtschaft sowie Kenntnisse im Regional- und Projektmanagement mit. Durch ihre bisherige berufliche Tätigkeit in der Region als Pressesprecherin des lokalen Trockentoiletten-Unternehmens Finizio ist sie zudem mit zahlreichen Akteuren aus dem ökologischen und regionalen Umfeld vertraut.
Als Regionalmanagerin der Öko-Modellregion Barnim wird sie insbesondere die Zusammenarbeit der Projekt- und Praxispartner koordinieren, weitere Akteure miteinander vernetzen und die Entwicklung und Umsetzung der geplanten Maßnahmen begleiten. Auch die Organisation von Workshops und Veranstaltungen sowie Monitoring, Berichterstattung und Kommunikation im Projektverbund gehören zum Aufgabenbereich des Regionalmanagements.
Die WITO Barnim GmbH übernimmt als Antragstellerin und Projektträgerin die Gesamtkoordination des Vorhabens. Das Projekt läuft bis zum 31.12.2028.
Förderung
Das Projekt „Öko-Modellregion Barnim“ wird durch das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MLEUV) gefördert und von der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) kofinanziert.
Öko-Modellregion Barnim
Für den Förderantrag „Öko-Modellregion Barnim„ im Rahmen der Richtlinie des MLUK zur Förderung von Netzwerken, Kooperationen und regionalen Wertschöpfungsketten liegt eine Eingangsbestätigung vor. Weiterhin ist dem vorzeitigen Maßnahmebeginn zugestimmt worden.
Ziel des Vorhabens ist der Aufbau einer Öko-Modellregion im Landkreis Barnim, die die Entwicklung und Stärkung regionaler Bio-Wertschöpfungsketten systematisch vorantreibt. Im Mittelpunkt steht dabei die bessere Vernetzung von Landwirtschaft, Verarbeitung, Logistik und Gemeinschaftsverpflegung, um den Einsatz regional und ökologisch erzeugter Lebensmittel nachhaltig zu erhöhen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Gemeinschaftsverpflegung in Kitas, Schulen und weiteren Einrichtungen. Hier soll der Anteil regionaler Bio-Produkte schrittweise gesteigert und eine verlässliche Zusammenarbeit zwischen Erzeugern und Verpflegungsstrukturen aufgebaut werden. Ergänzend sollen regionale Verarbeitungs- und Logistikstrukturen gestärkt sowie die Nachfrage nach Bio-Produkten im Landkreis insgesamt erhöht werden.
Mit dem Projekt wird die Grundlage für ein koordiniertes Regionalmanagement geschaffen, das die vorhandenen Potenziale im Landkreis bündelt.
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